Nobelpreis für die Entwicklung der künstlichen Befruchtung

Der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin geht in diesem Jahr an den britischen Physiologen und Pionier der Reproduktions­medizin Robert Edwards.

Der 1925 in Leeds geborene Forscher gilt als der geistige Vater des ersten sogenannten Retortenbabys Louise Joy Brown, die 1978 geboren wurde. Das Nobelkomitee begründet die Vergabe mit dem Paradigmenwechsel, den die In-vitro-Fertilisation (IVF) in der Behandlung verschiedener Formen der Infertilität ausgelöst habe, die heute für weltweit mehr als 10 Prozent aller Paare ein Problem sind.

Edwards habe das Potenzial der IVF bereits in den 50er Jahren erkannt, als er die hormonelle Kontrolle der Ovarialfunktion einschließlich der Oozytenreifung und der Ovulation an Mäusen erforschte.